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Portishead – Third

Verfasst vor 2 Jahren (26. April 2008)
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Gestern kaufte ich es mir, das neue Album, das schon vor offizieller Veröffentlichung für so viel Furore gesorgt hat und mit so viel Lob überschüttet worden ist:

Portishead - Third

Über die Band und ihre Geschichte will ich mich hier nicht auslassen, das kann man auch an anderen Stellen im Netz nachlesen. Hier geht’s nur um meine persönliche Einschätzung.

Nach dem ersten Einlegen und Durchhören war ich recht verstört. Das klang nach Portishead, aber dann auch wieder nicht. Und es hat mich ganz schön angestrengt. Die Leichtigkeit einer “Glory box” findet man hier kaum, die Songs hämmern, sie arbeiten, und sie fordern den Hörer. Ja, ich habe vorher gelesen, man solle sich auf etwas gefasst machen, aber dennoch wurde ich überrascht, überrollt. Allerdings war ich auch angefixt. Und wollte hier und da noch mal genauer hinhören.

Also gleich nochmal von vorne gestartet. Und was soll ich sagen – nach dem zweiten Durchgang war ich wieder völlig der P-Mystik verfallen. Was für ein Hammeralbum. Poah. “Dummy” – das war feinste Kost, die aber ganz gut zu verdauen war, dort dominierte das Melodische, die Songs schwebten durch die Luft. Hier, bei “Third”, legt man dem Hörer schwere Eisenketten um die Knöchel und eisenkugelgleich zieht jeder neue Song den Geist ein Stückchen weiter nach unten. “Dummy” empfand ich damals schon als melancholisch – wie soll man “Third” da jetzt benennen? Die süße Schwere ist noch bleierner, die Traurigkeit noch erdrückender. Und doch will man immer mehr, soll es nicht aufhören.

“Third” ist härter, experimenteller als die Vorgänger-Alben, Portishead macht es dem Hörer nicht leicht, aber dennoch brennt die Flamme der Liebe schnell lichterloh. Die Song-Abfolge ist perfekt, sie steuern kontinuierlich dem absoluten Höhepunkt entgegen, dem Schlußtitel “Threads”, der mir wirklich Gänsehaut macht.

Kaufen! Mehr kann ich dazu nicht mehr sagen.

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